Kartierung von Erinnerungsorten in La Araucanía: Neues Projekt zur Verbreitung visueller Archive über die militärische Diktatur

Zu den wichtigsten Verbreitungsprodukten zählt die Realisierung des Dokumentarfilms "Wässer der Erinnerung", ein audiovisuelles Werk, das aus territorialen Kapseln besteht und Kommunen wie Angol, Lautaro, Temuco, Melipeuco, Villarrica und Pitrufquén erkunden wird.

Kartierung von Erinnerungsorten in La Araucanía: Neues Projekt zur Verbreitung visueller Archive über die militärische Diktatur

Originalbeitrag: Cartografía de Sitios de Memoria en La Araucanía: Proyecto abre nuevo ciclo para difundir archivo visual sobre la dictadura civil-militar en el territorio


Das Projekt „Kartierung von Erinnerungsorten in La Araucanía, ein fotografischer Ansatz“ geht in die zweite Phase, nachdem es vom Ministerium für Kulturen, Künste und Patrimonium über den Nationalen Fonds für kulturelle Entwicklung und Kunst, Fondart Regional 2026, in der Kategorie Verbreitung ausgewählt wurde.

Diese neue Finanzierung ermöglicht die Fortsetzung der im Jahr 2024 entwickelten Arbeit, die auf die Anerkennung und fotografische Dokumentation von Erinnerungsorten abzielt, die mit Menschenrechtsverletzungen während der zivil-militärischen Diktatur in der Region verbunden sind.

In dieser neuen Phase wird das Projekt ein partizipativ erstelltes visuelles und dokumentarisches Archiv in Umlauf bringen, durch eine Verbreitungsstrategie auf regionaler und nationaler Ebene, die eine Website, einen Dokumentarfilm und verschiedene Mediationsaktivitäten umfasst.

Die Initiative zielt darauf ab, den Bürgerzugang zu diesen Inhalten zu erweitern, die Reflexion über historische Erinnerung und Menschenrechte zu stärken sowie sicherzustellen, dass diese Orte und die Geschichten, die sie bewahren, von gegenwärtigen und zukünftigen Generationen bekannt, geschätzt und bewahrt werden.

Eine sensible Kartografie im Dienste der Menschenrechte

Für die Projektleiterin Lissette Ruiz Aravena, visuelle Künstlerin, Masterin in Fotografie und Expertin für kulturelles Management, ist die Fortführung dieser Initiative eine ethische und soziale Verantwortung, um das wertvolle visuelle und dokumentarische Archiv, das in der ersten Phase geschaffen wurde, in Umlauf zu bringen, damit die Geschichten, Zeugnisse und Erinnerungsorte bekannt und in den öffentlichen Raum integriert werden.

Ihrer Meinung nach ist diese Herausforderung besonders relevant in einem Kontext, der durch den Aufstieg von leugnenden Diskursen und regressiven Politiken im Bereich der Menschenrechte geprägt ist, was die Förderung von Wissen, kritischer Reflexion und der Übermittlung dieser Erinnerungen umso dringlicher macht.

Die Künstlerin erklärte: „Durch die Verbindung von Fotografie und Erinnerung soll eine sensible Kartografie installiert werden, bei der das Bild als Mittel dient, um tiefgehende Dialoge und kollektive Synergien zu schaffen, sodass die Gemeinschaft die persönlichen Geschichten hinter den Zahlen und Berichten ihres eigenen Territoriums erkennt.“

In diesem Kontext fügt sie hinzu, dass diese Praxis „auch für die Ausbildung neuer Generationen von entscheidender Bedeutung wird, indem Kunst als Katalysator fungiert, der das Archiv in ein lebendiges Werkzeug zur Erinnerungskonstruktion und zum Schutz der Menschenrechte verwandelt“.

Wässer der Erinnerung: Dokumentarfilm über Territorien und geteilte Erinnerungen

Zu den wichtigsten Verbreitungsprodukten zählt die Realisierung des Dokumentarfilms Wässer der Erinnerung, ein audiovisuales Werk, das aus territorialen Kapseln besteht und Kommunen wie Angol, Lautaro, Temuco, Melipeuco, Villarrica und Pitrufquén erkunden wird.

Die Produktion schlägt eine sensible Lesart der Territorien vor, wobei Wasser als ein Element verstanden wird, das Geografien, Erinnerungen und Widerstandserfahrungen verbindet.

Alicia Hernández Zúñiga, audiovisuelle Produzentin und Koordinatorin des Projekts, hebt die Einbeziehung dieses neuen Verbreitungsformats hervor: „Für uns ist das Audiovisuelle ein fundamentales Werkzeug im Dienste der Erinnerung; daher konzentrieren wir uns in dieser Phase auf die Schaffung von Dokumentationskapseln in den 6 betroffenen Kommunen, wobei Wasser als das verbindende Element fungiert, das symbolisch die Erzählungen und Zeugnisse unseres Territoriums verknüpft.“

Die Schöpferin erklärte, dass Wasser als symbolischer Schwerpunkt des Projekts aufgrund seiner ständigen Präsenz in den erfassten Erzählungen in allen Kommunen entstand. Darüber hinaus fügte sie hinzu: „Es ist ein unverzichtbares Element der Identität des mapuche Volkes. Historisch gesehen ist es ein Symbol des Schutzes des Territoriums und erhält eine besondere Bedeutung, wenn man bedenkt, dass La Araucanía eine hohe Anzahl verschwundener mapuche Häftlinge aufweist.“

Digitale Plattform zum Teilen und Zugreifen auf Erinnerungen

In dieser neuen Phase wird auch eine collaborative und offene Webplattform entwickelt, die das durch das Projekt generierte Material vereint und das Durchstreifen einer digitalen Kartografie von Erinnerungsorten ermöglicht, Zugriff auf Fotogalerien, redaktionelle Publikationen, audiovisuelle Ressourcen und speziell für Studierende, Lehrkräfte, soziale Organisationen und die breite Öffentlichkeit entwickelte Bildungsunterlagen bietet.

Des Weiteren wird der während der ersten Phase erstellte Fotokatalog in Umlauf gebracht, der auf den verschiedenen Präsenzveranstaltungen, die das Projekt umfasst, verteilt wird, wie zum Beispiel bei Gesprächen, Ausstellungen und Mediationsaktivitäten von Menschenrechtsorganisationen und kulturellen Einrichtungen aus verschiedenen Regionen.

Die Organisatorinnen luden die Gemeinschaft ein, dem Instagram-Kanal @cartografia.de.la.memoria zu folgen, um über zukünftige Einladungen und Aktivitäten informiert zu werden, sowie aktiv an der Entwicklung des Projekts teilzunehmen, indem sie Erzählungen, Erinnerungen und Inhalte beitragen, die diese kollektive Kartografie weiter bereichern.

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