China Weist Vorwürfe über industrielle Überkapazität Zurück und Verteidigt Sein Entwicklungsmodell

China weist Vorwürfe über industrielle Überkapazität zurück und veröffentlicht ein Dokument, das seinen Standpunkt zur globalen Kritik an der Entwicklung seiner Herstellungsindustrie klarstellt.

China Weist Vorwürfe über industrielle Überkapazität Zurück und Verteidigt Sein Entwicklungsmodell

Originalbeitrag: China rechaza acusaciones de sobrecapacidad industrial y publica documento para defender su modelo de desarrollo


Beijing betont, dass das Wachstum seiner Industrie auf Innovation, Wettbewerb und globaler Nachfrage basiert und beschuldigt einige Länder, das Konzept «Überkapazität» als Vorwand für protektionistische Maßnahmen zu nutzen.

Das Handelsministerium von China veröffentlichte am Dienstag ein offizielles Dokument mit dem Titel „Chinas Stellungnahme zu der angeblichen Frage der Überkapazität“, um auf die wachsenden Kritikpunkte der Vereinigten Staaten und anderer westlicher Volkswirtschaften bezüglich der Entwicklung der chinesischen Industrie zu reagieren.

Laut der chinesischen Regierung zielt das Dokument darauf ab, „die Fakten klarzustellen“ und die offizielle Position Beijings zu den Vorwürfen zu erläutern, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt weit über der globalen Nachfrage produziert, insbesondere in Sektoren wie Elektrofahrzeugen, Batterien, Solarzellen, Stahl und anderen industriellen Produkten.

Beijing: Innovation erklärt das industrielle Wachstum

Der Text besagt, dass die rasante Entwicklung der chinesischen Industrie nicht das Ergebnis von verzerrenden Subventionen oder einer Planung ist, die darauf abzielt, die internationalen Märkte zu überschwemmen, sondern vielmehr auf technologischem Fortschritt, unternehmerischer Innovation und vertieften Wirtschaftsreformen der letzten Jahrzehnte beruht.

Es wird auch behauptet, dass die stabile Funktionsweise der chinesischen Industrie auf der kontinuierlichen Produktivitätssteigerung, der Verfeinerung der Lieferketten und der wachsenden Wettbewerbsfähigkeit ihrer Unternehmen beruht.

Vorwürfe des Protektionismus

Ein zentrales Anliegen des Dokuments ist die Kritik an den Ländern, die die Diskussion über die sogenannte «chinesische Überkapazität» angezettelt haben.

Laut Beijing haben einige entwickelte Volkswirtschaften im Kontext zunehmender internationaler wirtschaftlicher Konkurrenz begonnen, Handelsbeziehungen zu politisieren, indem sie China einen angeblichen Überhang an Produktionskapazitäten unterstellen, um neue Handelsbarrieren zu rechtfertigen.

Das Ministerium argumentiert, dass diese Vorwürfe darauf abzielen, nationale Industrien zu schützen, die an Wettbewerbsfähigkeit verloren haben, und letztendlich protektionistische Maßnahmen fördern, die mit freiem Handel unvereinbar sind.

Vier Hauptpunkte des Dokuments

Der Bericht, der mehr als zehntausend Wörter umfasst und zeitgleich auf Chinesisch und Englisch veröffentlicht wurde, ist in vier Hauptkapitel gegliedert:

  • eine Überprüfung des Begriffs Produktionskapazität und der sogenannten «Überkapazität»;
  • die Analyse von vier häufig in dieser Debatte verwendeten wirtschaftlichen Beziehungen, darunter die Verbindung zwischen industriellen Subventionen, Handelsüberschüssen, wirtschaftlichen Ungleichgewichten und internationalem Wettbewerb;
  • eine Erklärung des chinesischen Modells der industriellen Modernisierung, das auf Offenheit und Innovation basiert;
  • und ein Vorschlag zur Stärkung offener, integrativer und kooperativer globaler Lieferketten.

Kontext zunehmender Handelskonflikte

Die Veröffentlichung fällt in eine Phase hoher Handels Spannungen zwischen China und den wichtigsten westlichen Volkswirtschaften.

Die Vereinigten Staaten führen Handelsuntersuchungen durch, die zu neuen Zöllen auf chinesische Produkte führen könnten, während die Europäische Union ebenfalls handelsrechtliche Schutzmaßnahmen in strategisch wichtigen Sektoren verstärkt hat, mit dem Argument, dass der Anstieg der chinesischen Exporte den internationalen Wettbewerb beeinträchtigt.

In diesem Zusammenhang betont Beijing, dass es niemals angestrebt hat, einen großen Handelsüberschuss zu halten und behauptet, dass die Expansion seiner Exporte hauptsächlich auf die Wettbewerbsfähigkeit seiner Unternehmen und die internationale Nachfrage nach kostengünstigen Technologieprodukten zurückzuführen ist.

Zusammenfassend hält das Dokument fest, dass die Analyse der Produktionskapazität aus einer „umfassenden, objektiven und fairen“ Perspektive erfolgen sollte, die die verschiedenen wirtschaftlichen Entwicklungsstufen jedes Landes berücksichtigt und vermeidet, Handelsunterschiede in geopolitische Konfrontationsinstrumente zu verwandeln.

China warnt, dass der Anstieg des Protektionismus nicht nur seiner Wirtschaft schadet, sondern auch die Stabilität der globalen Lieferketten bedroht und das weltweite wirtschaftliche Wachstum langfristig beeinträchtigen könnte.

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