Originalbeitrag: Hace 10 años Chile salió a las calles para decir NO + AFP
10 Jahre nach der NO + AFP Bewegung: Eine Rückblende auf Chiles Sozialreformforderungen
Am 24. Juli 2016 protestierten unter dem Motto NO + AFP Hunderttausende Menschen in Chile und stellten eine der bedeutendsten sozialen Bewegungen der letzten Jahrzehnte auf die Beine. Sie forderten die Rückgewinnung der sozialen Sicherheit als ein grundlegendes Recht.
Zehn Jahre nach diesem kollektiven Ereignis erinnert sich der Politiker Luis Mesina von der Koordinierungsstelle NO + AFP daran, dass «die Bürger nicht mehr bereit waren, ein System zu akzeptieren, das keinerlei Garantien bietet. Außerdem waren sie verärgert, weil dieses System die Mehrheit zu armutsbedingten Renten verdammte».
«Es war paradox, dass die Arbeiter einen erheblichen Teil ihres Gehalts, nämlich 10 Prozent, in ein System einzahlten, welches diese Einnahmen in Ersparnisse umwandelte, um sie großen wirtschaftlichen Gruppen wie Luksic, Matte und Angelini zur Verfügung zu stellen, anstatt Renten auszuzahlen. Zehn Jahre später ist die Situation schlimmer geworden», fügte Mesina hinzu.
«Die AFPs bleiben bestehen und zwingen die Menschen dazu, unter noch schlechteren Bedingungen zu leben, mit einer Vorsorge, die für die im System verbleibenden Personen schlichtweg katastrophal ist», betonte der Politiker.
In diesem Kontext findet das Seminar «10 Jahre nach dem großen Marsch für NO + AFP: Rückblick und Herausforderungen zur Wiederherstellung der sozialen Sicherheit in Chile» statt. Es wird am Mittwoch, den 29. Juli, um 10:00 Uhr im Gewerkschaftsgebäude Scotiabank exBBVA, Lord Cochrane Straße 165, Santiago, abgehalten.
An dem Seminar werden die Ökonomen Marco Kremerman und Álvaro Gallegos (ehemaliger Rentenbeauftragter) sowie Gewerkschaftsvertreter teilnehmen, die eine zentrale Rolle bei der Gründung der Koordinierungsstelle NO + AFP spielten.

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