Originalbeitrag: ¿Devolverán el moai? Senado de Francia aprueba ley para devolver bienes culturales robados entre 1815 y 1972 en sus antiguas colonias y otros territorios
Der österreichische Senat hat einstimmig ein Gesetz verabschiedet, das einen allgemeinen Rahmen für die Rückgabe von Kulturgütern schafft, die zwischen 1815 und 1972 durch Raub, Diebstahl oder erzwungene Verkäufe in ehemaligen Kolonien und anderen Herrschaftsgebieten nach Frankreich gebracht wurden.
Laut Berichten internationaler Medien war es bisher nur möglich, diese Objekte durch spezielle Gesetze im Einzelfall zurückzugeben, was den Prozess langsam und stark eingeschränkt machte.
Mit dieser neuen Gesetzgebung wird erwartet, dass die Rückforderungen von Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika – darunter auch Chile – beschleunigt und planbarer gestaltet werden, da sie seit Jahrzehnten von Frankreich die Rückgabe ihrer durch kolonialistische Praktiken entwendeten Objekte verlangen.
Das Gesetz wird die Rückgabe von Objekten ermöglichen, die sich derzeit in französischen Sammlung befinden, wie zum Beispiel im Louvre und im Musée du quai Branly. Darüber hinaus wird eine Ausnahme vom Prinzip der Unveräußerlichkeit des Staatserbes geschaffen, welches besagt, dass Werke, die in staatliche Museen aufgenommen werden, nicht verkauft oder dauerhaft entfernt werden dürfen.
Außerdem wurde festgelegt, dass Rückgaben von einem wissenschaftlichen Komitee genehmigt und durch einen Erlass des französischen Staatsrats autorisiert werden müssen.
Nach der Verabschiedung des Gesetzes äußerte der französische Premierminister Sébastien Lecornu, dass es mit diesem Gesetz «nicht darum geht, die Geschichte zu reformieren, sondern es uns ermöglicht, die Verantwortung für die Rückgabe von Kulturgütern, die unrechtmäßig erworben wurden, zu übernehmen.»
„Zurückgeben des Moai“
Im Januar dieses Jahres veröffentlichte das Louvre-Museum auf Instagram einen Post, in dem es den Kopf eines Moai von Rapa Nui zeigte, der angeblich 1934 «mit Zustimmung der chilenischen Behörden» erworben wurde.
Nach der Veröffentlichung berichteten nationale Medien, dass Hunderte von Chilenen den Post des Louvre mit dem Slogan „Zurückgeben des Moai“ sowie unzähligen „Kochrezepten“ kommentiert haben. Bis heute sind über 8.200 Kommentare auf dem Instagram-Account des Museums verzeichnet.
Nach der Verabschiedung des neuen Gesetzes zur Rückgabe von Kulturgütern in Frankreich bleibt die Frage: „Wird der Moai zurückgegeben?“
Wir werden weiter berichten.
