Prozess gegen ehemaligen Kabinettschef von Collipulli wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe beginnt nach über drei Jahren

Am Montag begann im Strafgericht Angol der Prozess gegen Daniel Fernando Valencia Cifuentes, den ehemaligen Kabinettschef der Gemeinde Collipulli. Er wird wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe auf eine Sicherheitskraft angeklagt, mit einer möglichen Haftstrafe von insgesamt 11 Jahren.

Prozess gegen ehemaligen Kabinettschef von Collipulli wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe beginnt nach über drei Jahren

Originalbeitrag: Tras más de tres años comienza juicio contra exjefe de gabinete de Collipulli acusado de violación y abuso sexual


Am Montag, dem 17. August, begann im Strafgericht Angol der Prozess gegen Daniel Fernando Valencia Cifuentes, den ehemaligen Kabinettschef der Gemeinde Collipulli, der vom Staatsanwalt wegen Vergewaltigung und sexuellen Übergriffen auf eine Frau angeklagt ist, die als Sicherheitskraft in der Gemeinde tätig war.

Laut der Anklage der Staatsanwaltschaft sollen die Vorfälle am 12. April 2023 innerhalb der Gemeinde Collipulli stattgefunden haben. Mehr als drei Jahre später kommt der Fall nun endlich vor Gericht, nach umfangreicher juristischer Bearbeitung und mehreren Verzögerungen beim Prozessbeginn.

Staatsanwaltschaft fordert 11 Jahre Haft

Die Staatsanwaltschaft fordert zwei Strafen, die insgesamt 11 Jahre Haft für Valencia ergeben: sieben Jahre Freiheitsstrafe wegen Vergewaltigung und weitere vier Jahre wegen sexueller Übergriffe.

Der Prozess wird über mehrere Tage in Angol stattfinden, wobei die Beteiligten dem Gericht die Beweise und Zeugenaussagen präsentieren müssen, um ihre jeweiligen Theorien des Falls zu untermauern.

Die Verteidigung des Angeklagten, unter der Leitung des Anwalts Dionisio Ulloa Berrocal, behauptet, dass Valencia unschuldig sei. Der Anwalt erklärte vor Prozessbeginn, dass sie über Beweise verfügen, um die sogenannte „absolute Unschuld“ seines Mandanten zu beweisen, und äußerte seine Überzeugung, ein freisprechendes Urteil zu erlangen.

Aktuell befindet sich Valencia in Freiheit unter Auflagen, wie seine Verteidigung bestätigte.

Vier Monate nach den angezeigten Vorfällen festgenommen

Die Ermittlungen reichen bis April 2023 zurück. Valencia wurde am 11. August des Jahres durch Beamte der Ermittlungsbehörde festgenommen, etwa vier Monate nach den Vorfällen, die später Gegenstand der Anklage werden sollten.

Nach seiner Festnahme wurde er wegen Vergewaltigung und sexuellen Übergriffs angeklagt, und das Gericht ordnete zunächst seine Untersuchungshaft an, wobei eine Frist von drei Monaten für die Ermittlungen festgelegt wurde.

Die höchstmögliche Sicherheitsmaßnahme blieb im Verlauf der Ermittlung umstritten. Im September 2024 bestätigte das Gericht von Collipulli erneut die Untersuchungshaft, da die Freiheit des Beschuldigten eine Gefahr für die Gesellschaft darstelle. Seine Verteidigung stellte diese Entscheidung in Frage und kündigte an, Berufung vor dem Berufungsgericht von Temuco einzulegen.

Später wurden die Auflagen geändert und der Angeklagte steht nun in Freiheit vor Gericht.

Ein Prozess, der bereits verschoben wurde

Der Prozess hätte ursprünglich bereits am 3. August beginnen sollen, jedoch musste das Strafgericht in Angol die Sitzung aufgrund gesundheitlicher Probleme einer der Richterinnen absagen.

Infolge dieser Situation wurde der Beginn für Montag, den 17. August, neu angesetzt. Zu diesem Zeitpunkt war eine Programmiertage von sechs Tagen für die Durchführung des mündlichen Verfahrens vorgesehen.

Mit der am Montag begonnenen Anhörung öffnet sich eine entscheidende Phase des Falls: Die Richter müssen die vom Staatsanwalt, den Klägern und der Verteidigung vorgelegten Beweise bewerten, um festzustellen, ob eine strafrechtliche Verantwortung des Angeklagten besteht.

Opfer sprach zuvor mit Novena Digital

Novena Digital hatte diesen Fall bereits behandelt, als die Klägerin beschloss, öffentlich über ihren Vorfall und die Folgen zu berichten, mit denen sie sich konfrontiert sah.

Damals kritisierte die Frau die Reaktion der Gemeinde Collipulli und äußerte, dass sie sich während des Verfahrens verlassen und erneut Viktimisierung erfahren habe. Sie berichtete auch, dass sie während des Krankenstands, der mit den als Ursache angesehenen Vorfällen verbunden war, gekündigt worden sei.

Als die Anklage 2023 erstmals bekannt wurde, erklärte der Bürgermeister von Collipulli, Manuel Macaya, dass er eine interne Untersuchung in der Gemeinde angeordnet habe und dass die Informationen der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt worden seien.

Drei Jahre nach den Vorfällen, die die Ermittlungen ausgelöst haben, muss der Strafprozess nun gerichtliche Klarheiten über das Geschehen schaffen und die mögliche strafrechtliche Verantwortung von Daniel Valencia klären.

Der Angeklagte gilt als unschuldig, solange kein verurteilendes Urteil eines Gerichts vorliegt.

Dieser Artikel wurde ursprünglich von Novena Digital veröffentlicht und vollständig von El Ciudadano reproduziert.

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