Barcelona wird ab dem 7. September zum Treffpunkt für Journalisten, Technologen, Forscher, Entwickler und Medieninnovationsspezialisten, um darüber zu diskutieren, wie der Journalismus in einer Welt überleben kann, in der künstliche Intelligenz zu einer Mittelsfrau zwischen Nachrichten und ihrem Publikum wird, indem sie Inhalte aus Medien zieht, bevor die Leser von diesen Veröffentlichungen erfahren.
El Ciudadano
Die Media Party Barcelona 2026, die im CaixaForum stattfindet, kommt zum ersten Mal nach Europa, nachdem sie 15 Ausgaben in Buenos Aires und den USA veranstaltet hat. Die Organisation beschreibt diese Ausgabe als ein «globales Labor» und stellt eine zentrale Frage in den Mittelpunkt, die praktisch das gesamte Programm durchzieht: Wie kann die Integrität von Informationen in der Ära der künstlichen Intelligenz und nach der traditionellen Suche aufrechterhalten werden?
Die Programmgestaltung kombiniert Hauptredner, praktische Workshops, Blitzvorträge und einen Hackathon. Zu den zentralen Themen gehören generative KI, autonome Agenten, maschinell unterstützte investigativer Journalismus, KI-Governance, Desinformation, Google und neue Autoritätsmetriken, Content Creators, Geschäftsmodelle und der Aufbau von Gemeinschaften.
Nic Newman: Journalismus im Angesicht von KI und Creators

Ein zentrales Gesicht der Veranstaltung wird Nic Newman sein, Journalist und Digitalstratege, der derzeit Hauptforscher am Reuters Institute for the Study of Journalism der Universität Oxford ist. Vor seiner Mitarbeit am Institut arbeitete er zwei Jahrzehnte bei der BBC und beteiligte sich an der Entwicklung ihrer digitalen Dienste; er ist außerdem Hauptautor des Digital News Report und hat Berichte über Trends in den Medien und Technologien erstellt.
Newman wird den zweiten Tag eröffnen mit der entscheidenden Frage: Wie sollte sich der Journalismus angesichts des gleichzeitigen Voranschreitens KI-basierter Antwortsysteme und digitaler Creators verändern?
Seine Diagnose basiert auf zwei Bedrohungen. KI-Systeme können direkt auf die Fragen der Nutzer antworten und reduzieren den Verkehr zu den Medien, während Creators Publikum durch Authentizität, Gemeinschaft und audiovisuelle Formate gewinnen.
Chema Alonso: Wenn KI beginnt, den Wert von Inhalten zu vereinnahmen

Die ökonomische Dimension der technologischen Revolution wird von Chema Alonso, Ingenieur und Spezialist für Cybersicherheit und Technologie, der derzeit VP und Leiter der internationalen Entwicklung bei Cloudflare ist, angesprochen. Das Programm erinnert außerdem an seine frühere Rolle als Chief Digital Officer bei Telefónica und Gründer von ElevenPaths und Informática 64.
Sein Vortrag wirft eines der wichtigsten Probleme für die Medien auf: Was passiert, wenn KI-Modelle ihre Inhalte nutzen, Antworten daraus generieren und gleichzeitig aufhören, Nutzer zu den Originalquellen zu leiten?
Alonso schlägt vor, den «Pakt» zwischen Creators und Plattformen durch Mechanismen neu zu gestalten, die zwischen Suche, Training von Modellen und Nutzung durch KI-Agenten unterscheiden.
Dies ist eine Frage, die direkt das Geschäftsmodell der Presse betrifft: Wer produziert das Wissen, wer nutzt es und wer behält den wirtschaftlichen Wert, der aus diesem Wissen entsteht?
Teresa Mondría Terol: KI zur Öffnung unmöglicher Untersuchungen

Teresa Mondría Terol, Journalistin und Fachfrau für Produkt und künstliche Intelligenz, ist derzeit Senior Product Manager bei AI Labs von NPR, so das offizielle Programm.
Ihr Beitrag wird besonders relevant für die Redaktionen für investigative Berichterstattung sein. Sie wird Anwendungen von KI präsentieren, um große Mengen von Dokumentationen zu analysieren, wobei die sogenannten Epstein Files als Fallstudie dienen.
Das Konzept besteht nicht nur darin, einen Chatbot zu bitten, Dokumente zusammenzufassen, sondern KI so zu nutzen, dass Muster und Beweise in großen Datensätzen gefunden werden.
Das Programm sieht außerdem einen spezifischen Workshop über lokale LLMs für investigativen Journalismus vor, in dem gelehrt wird, lokal installierte Text- und Bildmodelle zu nutzen, um Informationen innerhalb umfangreicher Dokumentationsvolumen zu finden.
Dmitry Shishkin: Wenn Leser zu Maschinen werden
Dmitry Shishkin ist Spezialist für digitale Strategien und arbeitet derzeit als unabhängiger Medienberater. Seine Erfahrung ist mit der Entwicklung des User Needs Models verbunden, das ursprünglich mit Innovationsarbeiten der BBC assoziiert wurde.
In Barcelona wird er eines der neuartigsten Konzepte des Treffens vorstellen: Agent Readiness Layer.
Die Idee basiert auf einem radikalen Wandel. Bisher dachten die Medien hauptsächlich darüber nach, wie sie die Bedürfnisse ihrer Leser erfüllten. Doch KI-Agenten beginnen, Informationen zu suchen, abzurufen und zusammenzufassen, bevor der Nutzer direkt zur Medienseite kommt.
Shishkin betont, dass dies die Medien zwingt, gleichzeitig an zwei Adressaten zu denken: die Person und die Maschine.
Clara Jiménez Cruz: Wer kontrolliert die Big Tech?
Die Journalistin Clara Jiménez Cruz, Mitgründerin und derzeitige CEO von Maldita.es, wird eine der kritischsten Stimmen in Bezug auf die Macht der großen Plattformen sein.
Nach einem Jahrzehnt als Fernsehjournalistin war sie an der Gründung von Maldita.es beteiligt und leitet derzeit das European Fact-Checking Standards Network und gehört dem Beratenden Ausschuss der IFCN an.
Ihr Eingriff betont, dass der Journalismus über die Überprüfung von Fakten hinausgehen muss.
Die neue Grenze wäre die Platform Accountability: Zu untersuchen, wer Informationen verstärkt, welche Algorithmen beteiligt sind, welche Anreize bestehen und wie die großen Plattformen den öffentlichen Diskurs beeinflussen.
Olalla Novoa Ojea: Wie man Regeln für KI in der Redaktion aufstellt
Olalla Novoa Ojea, Journalistin und Spezialistin für digitale Innovation und derzeit Direktorin für künstliche Intelligenz bei PRISA Media, wird die andere große Frage aufwerfen: Wie kann KI integriert werden, ohne das Vertrauen zu verlieren?
Novoa hat an digitalen Projekten in Medien und Technologiefirmen gearbeitet und entwickelt Initiativen zur Anwendung von KI in der Medienbranche.
Ihr Vortrag wird von einer Erkenntnis ausgehen: KI ist bereits in den Redaktionen angekommen.
Das Problem besteht daher nicht mehr darin zu entscheiden, ob man sie nutzen möchte oder nicht, sondern darin, eine Governance zu etablieren, die festlegt, wer welche Werkzeuge für welche Aufgaben unter welchen Kontrollen und Bedingungen nutzen kann.
Elena Sanz: Vom journalistischen Artikel zu einem Gesetz
Die Wissenschaftsjournalistin Elena Sanz, derzeit Redaktionsleiterin von The Conversation Spanien, wird beim Treffen eine andere Frage aufwerfen: Kann der Journalismus öffentliche Politik beeinflussen?
Sanz verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung als Journalistin mit Spezialisierung auf Wissenschaft, Gesundheit und Neurowissenschaft und hat in Medien wie El País, El Mundo, Muy Interesante und laSexta gearbeitet.
Ihre Präsentation wird das Projekt „Digitales Wohlbefinden und Minderjährige“ analysieren, das mit Dutzenden von Forschern und durch Präsenzaktivitäten in verschiedenen spanischen Städten entwickelt wurde.
Die Erfahrung zielt darauf ab zu zeigen, dass die Wirkung eines Mediums nicht nur an Klicks gemessen werden sollte, sondern auch an konkreten Veränderungen in der Gesellschaft und in der öffentlichen Politik.
Judith Argila: Der Kampf um die Zuschauer
Judith de Argila, Journalistin und Spezialistin für Publikumentwicklung, ist derzeit Leiterin für digitale Publikumentwicklung bei 3Cat.
Ihre Arbeit konzentriert sich darauf, Publikum durch Datenanalyse, soziale Netzwerke und den Aufbau von Gemeinschaften zu gewinnen und zu binden.
Ihre Anwesenheit ist besonders bedeutend, da das Problem der Medien nicht mehr nur darin besteht, Inhalte zu produzieren: Es geht darum, sicherzustellen, dass diese Inhalte ein Publikum erreichen, das Informationen zunehmend abseits der eigenen Medienseiten konsumiert.
Clara Soteras: Google verändert die Regeln der Sichtbarkeit
Clara Soteras ist Specialist in digitalen Medien, SEO und Publikumstrategie. Derzeit arbeitet sie als SEO- und Digitalstrategieberaterin und ist Leiterin für Innovation und digitale Strategie bei AMIC, sowie Dozentin für Journalismus und Kommunikation an der UAB.
Ihr Workshop wird einen kritischen Aspekt für jedes Medium behandeln: Welche Signale nutzt Google, um Autorität und Relevanz in der Ära der KI zu bestimmen?
Instagram, TikTok, X und Facebook werden Teil der Analyse der digitalen Autorität sein, zusammen mit Google Discover und Knowledge Panel.
Die Frage ist offensichtlich: Wenn der Verkehr aus der traditionellen Suche an Bedeutung verliert, Wie wird die Autorität eines Mediums aufgebaut und gemessen?
Ismael Nafría: Die strategische Rückkehr des Newsletters
Der Journalist, Autor, Berater und Professor Ismael Nafría ist einer der bekanntesten spanischen Spezialisten für digitale Innovation. Derzeit leitet und editiert er den Newsletter Tendenci@s und entwickelt Projekte zur Evolution der Medien.
In der Media Party wird er einen Workshop über Newsletter und Nutzerbindung leiten.
Doch das Konzept geht über E-Mail hinaus: Er wird ein experimentelles Projekt vorstellen, das neun Jahre seines Newsletter-Archivs in eine AI-abfragbare Wissensdatenbank umwandelt.
Neus Vidal und Sabrina Faramarzi: Der Bürger als Forscher
Neus Vidal ist Journalistin und Politologin und derzeit Geschäftsführerin der Seek Initiative, einer Organisation, die sich auf Bürgerforschung spezialisiert hat. Bevor sie zur Seek Initiative kam, arbeitete sie an internationalen Projekten zur Pressefreiheit und zum Zugang zu Informationen.
Gemeinsam mit Sabrina Faramarzi, Journalistin und derzeit Geschäftsführerin von Are We Europe, wird sie einen Workshop zur partizipativen Forschung durchführen.
Das Ziel besteht darin, Bürger zu Co-Forschern zu machen, die lokales Wissen, Hinweise und Forschungsfähigkeiten zu journalistischen Projekten beitragen.
Vidal wird zudem die sogenannten 10 investigativen Wege präsentieren, eine Methodik, die es Gemeinschaften und Organisationen ermöglichen soll, Korruption, öffentliche Ausgaben, Umweltverletzungen und andere öffentliche Interessen zu erforschen.
Preethi Nallu: Medien außerhalb der großen Zentren aufbauen
Preethi Nallu, Multimedia-Journalistin und Expertin für Vertreibung und Migration, ist derzeit Geschäftsführerin von Report for the World.
Ihr Vortrag wird sich mit dem Aufbau von dezentralen Medienökosystemen für die sogenannte Globale Mehrheit beschäftigen, insbesondere in Kontexten, in denen unabhängiger Journalismus wenig Ressourcen hat.
Die These ist, dass das Überleben unabhängigen Journalismus nicht nur von besseren Inhalten abhängt, sondern auch vom Aufbau von Infrastrukturen, Finanzierung, Netzwerken und geteilten Fähigkeiten.
Cecilia Tombesi: Wenn das Erstellen fast so schnell wird wie das Denken
Cecilia Tombesi, argentinische Grafikdesignerin mit Schwerpunkt auf digitalem Design, ist derzeit Digital Art Director bei The Times und The Sunday Times.
Ihr Vortrag wird untersuchen, wie KI, UX und Datenvisualisierung kombiniert werden können, um neue interne Werkzeuge und Formate des Storytellings zu schaffen.
Die Frage, die sie aufwirft, ist provokant: Was passiert, wenn das Experimentieren mit neuen Formaten praktisch kostenfrei wird und das Erstellen eines digitalen Stücks nahezu so schnell erfolgt wie die Vorstellung?
Adrian Maqueda: Ein KI-Agent, der innerhalb von Slack arbeitet
Adrián Maqueda ist Journalist, spezialisiert auf Webentwicklung und Datenvisualisierung, und arbeitet derzeit als Entwickler bei Civio. Er hat Journalismus studiert und sich auf multimedialen Journalismus spezialisiert, zudem hat er eine Nachausbildung in investigativem Journalismus, Daten und Visualisierung.
Er wird TobIAs vorstellen, einen KI-Agenten, der innerhalb von Slack arbeitet und administrative Aufgaben automatisiert.
Eine der Besonderheiten des Systems ist, dass es lokal funktioniert: Die Daten der Civio-Spender verlassen die Organisation nicht.
Graciela Rock Mora: Redaktionsintelligenz für kleine Medien
Graciela Rock Mora, für Innovation spezialisierte Journalistin, ist derzeit Direktorin für Innovation bei La Silla Rota, einem mexikanischen Medium, das sich der politischen Berichterstattung widmet.
Sie wird AURA präsentieren, ein System, das aus drei KI-Agenten besteht, die n8n und Analysetools verwenden, um festzustellen, welche Inhalte funktionieren, wie sie vom Publikum konsumiert werden und welche Implikationen diese Daten für redaktionelle Entscheidungen haben.
Ihr Fall ist besonders interessant, weil er zeigt, dass Innovation mit KI nicht unbedingt große technologische Teams erfordert.
Scott Hale: Eine KI, die lernt, «ich weiß es nicht» zu sagen
Scott Hale, Spezialist für Forschung zu KI und Information, ist derzeit Forschungsleiter bei Meedan.
Er wird Suwali präsentieren, eine mehrsprachige Plattform, die darauf abzielt, konversationelle Systeme auf der Grundlage verifizierter Dokumentenquellen zu erstellen.
Der Unterschied zu großen Chatbots liegt im Prinzip der Funktionsweise: Das System ruft Informationen von einer ausgewählten Wissensdatenbank ab, und jede Antwort ist durch Quellen belegt. Wenn es die Antwort nicht findet, erfinderisch ist es nicht: Es sagt, dass es nicht weiß.
David Sancha: KI dringt bereits in die Produktionskette ein
David Sancha ist Journalist und Berater und derzeit CEO von Hiberus Media Labs.
Er hat über 20 Jahre Erfahrung in den Medien und hat an digitalen Transformationsprojekten für mehr als 50 Kommunikationsgruppen in Europa und Lateinamerika mitgewirkt.
Er wird Daten über die Funktionsweise von Assistant präsentieren, einem KI-Modul, das in das CMS Xalok integriert ist und bei der Erstellung, Bearbeitung und Veröffentlichung von Nachrichten einwirkt.
Die zentrale Idee seines Vortrags ist, dass KI kein Experiment mehr ist, wenn sie systematisch in den redaktionellen Arbeitsablauf gelangt.
Marcelle Chagas: Die Lektionen aus dem Globalen Süden
Marcelle Chagas do Monte Gontijo ist Journalistin, Forscherin und Technologin, spezialisiert auf KI-Governance, informationsbezogene Integrität und digitale Infrastruktur, die sich auf Gemeinschaften konzentriert. Das Programm stellt sie in Verbindung mit der Mozilla-Stiftung und der Rede JP, einem Netzwerk von schwarzen Journalisten, das sie selbst gegründet hat.
Ihr Workshop wird in Frage stellen, dass die weltweite Diskussion über journalistische Innovation ausschließlich aus der Perspektive des Globalen Nordens aufgebaut wird.
Die Sitzung wird die Erfahrungen von indigenen, schwarzen, quilombola und peripheren Gemeinschaften Brasiliens analysieren und wie sie Vertrauen und alternative Informationssysteme aufbauen.
Eli Vivas: Wer kann für Informationen bezahlen?
Eli Vivas, Datenjournalist und Spezialist für kommunikationsbasierte Daten, ist derzeit CEO von Storydata.
Sein Beitrag behandelt eines der großen wirtschaftlichen Tabus des Sektors: Das Abonnementmodell könnte möglicherweise nicht ausreichen, um einen offenen und universell zugänglichen Journalismus zu finanzieren.
Vivas stellt die Möglichkeit in Frage, dass die Medien ausschließlich auf Leser angewiesen sind, die zahlen können, in einem Kontext, in dem Abonnementmodelle die Ungleichheiten beim Zugang zu qualitativ hochwertigen Informationen erhöhen können.
Richard Höchner Gallicani: Gemeinschaft aufbauen statt Konversionen zu verfolgen
Richard Höchner Gallicani ist Mitbegründer und Head of Community von Republik Magazine, einem schweizerischen Medium, das auf einer Mitgliedsgemeinschaft basiert.
Sein Vorschlag besteht darin, die traditionelle Verkaufstrichterlogik abzulehnen und sie durch eine Strategie des Aufbaus von Gemeinschaft zu ersetzen.
Republik hat, so das Programm, nach zehn Jahren 36.000 Mitglieder erreicht, gestützt auf ein Verhältnis von Zugehörigkeit, Teilnahme und Vertrauen.
Ignacio Zaccagnino: Die gleiche Nachricht existiert nicht mehr gleich auf fünf Plattformen
Ignacio Zaccagnino ist derzeit Head of Media Growth von Nomadic, spezialisiert auf Medienwachstum und -verteilung.
Seine Präsentation wird eine Nachricht auf fünf Plattformen analysieren, um zu zeigen, dass der Weg, auf dem ein Publikum Informationen entdeckt, sich je nach Kanal radikal ändert.
Google, YouTube und soziale Netzwerke schaffen unterschiedliche Entdeckungspfade und Konsumverhalten.
Catherine Sotirakou: Griechenland als Labor für Automatisierung
Catherine Sotirakou ist derzeit Gastprofessorin an der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen.
Ihre Forschung konzentriert sich darauf, wie KI in der journalistischen Produktion in Griechenland eingesetzt wird, oft ohne dass die Leser wissen, dass ein Artikel von einer Maschine generiert oder unterstützt wurde.
Ihr Vortrag wird den griechischen Fall nutzen, um die Auswirkungen der Automatisierung auf weniger dominierte Sprachmärkte und die Spannungen zwischen wirtschaftlichem Druck, Geschwindigkeit, Regulierung und informationsbezogener Integrität zu diskutieren.
Die Agenda: Vier große Kämpfe
Das gesamte Programm kann in vier große Achsen zusammengefasst werden: Integrität der Informationen, Redaktionen und künstliche Intelligenz, neue Entdeckungssysteme und wirtschaftliche sowie ethische Nachhaltigkeit.
Die erste Herausforderung ist die Integrität: Wie kann man synthetische Inhalte verifizieren, die Quellen bewahren und verhindern, dass Maschinen Desinformation verstärken?
Die zweite ist die Transformation der Redaktionen: Wie entscheidet man, welche Aufgaben automatisiert werden, welche Prozesse in menschlicher Kontrolle bleiben und wie Regeln aufgestellt werden?
Die dritte ist die Verteilung: Zu verstehen, wie Google, soziale Netzwerke und KI-Agenten funktionieren, wenn die Menschen nicht mehr direkt zu den Seiten der Medien gelangen.
Und die vierte ist die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit: Geschäftsmodelle zu schaffen, die hochwertigen Journalismus finanzieren können, ohne ausschließlich von einer kleinen Elite von Abonnenten abhängig zu sein.
Der dritte Tag: Die Zukunft der Nachrichten hacken

Die Barcelona-Ausgabe wird zudem einen dritten Hackathon-Tag am 9. September einführen, der sich auf die Unabhängigkeit von Inhalten in der Ära der KI-Suche konzentriert.
Die Organisation plant, über 100 Entwickler, Journalisten, Datenwissenschaftler und Designer zu versammeln, um an Werkzeugen zur Governance von Bots, Agenten-Journalismus und Monetarisierung in Klick-los-Such-Szenarien zu arbeiten.
Die Wahl des Begriffs «Post-Suche» fasst den Wandel, der die gesamte Veranstaltung durchdringt, recht gut zusammen.
Die Zukunft des Journalismus wird nicht nur davon abhängen, wer die beste Information produziert, sondern auch davon, wer es schafft, dass diese Informationen gefunden, interpretiert, zitiert und bewertet werden durch Maschinen, die beginnen, den Platz einzunehmen, den in den letzten zwei Jahrzehnten die Suchmaschinen besetzten.
Die Media Party Barcelona 2026 stellt genau diese Herausforderung: Wie kann verhindert werden, dass die KI-Revolution den Journalismus zu einer unsichtbaren Wissensquelle macht, während andere Systeme Publikum, Verkehr und den wirtschaftlichen Wert abgreifen, der aus dieser Arbeit resultiert?
Der Kampf, der in Barcelona beginnt, ist nicht der, um zu lernen, wie man künstliche Intelligenz verwendet. Es geht darum, in der Ära der KI, dass der Journalismus weiterhin Eigentümer seiner Inhalte bleibt, seine Beziehung zu den Zuschauern aufrechterhält und dass der Wert, den er erzeugt, durch künstliche Intelligenz belohnt wird.
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