Originalbeitrag: Nuevo Gobierno húngaro sigue la ruta del dinero de Orbán y llega a organización que encabezó Kast
Die neue Regierung Ungarns hat eine Offensive gestartet um öffentliche Gelder und Vermögenswerte zurückzuverfolgen, die angeblich in die Hände des ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Orbán und seiner Verbündeten gelangten, und um die Millionenüberweisungen an die Organisation Political Network for Values (PNfV) aufzuklären, die von José Antonio Kast zwischen 2022 und 2024 geleitet wurde.
Die rechtlichen Schritte, die der derzeitige ungarische Premier Péter Magyar eingeleitet hat, erfolgen nur wenige Tage nachdem eine journalistische Untersuchung von El Mostrador aufdeckte, dass die PNfV in den USA aufgelöst wurde, da sie seit 2021 keine finanziellen Berichte eingereicht hat.
Magyar erklärte, dass diese Untersuchung darauf abzielt, die Mechanismen der staatlichen Geldtransfers zu Organisationen, die unter dem Schirm der Conservative Political Action Conference (CPAC) operierten, zu klären. Dabei ragt die ungarische Tochtergesellschaft der PNfV hervor, die während Kast’s Regierungszeit 1,3 Millionen Dollar erhielt. Die Ermittlungen sollen die Verbindungen zwischen den ungarischen Staatskassen und der Finanzierung dieser ideologischen Plattformen aufzeigen, die unter Orbán exponentiell an Einfluss und Ressourcen zugenommen haben.
Um diese komplexe Aufgabe durchzuführen, hat die ungarische Regierung die Nationale Behörde zur Wiederherstellung von Vermögenswerten (NVVH) eingesetzt, eine Institution, die Ende Juli mit einem Status der Unabhängigkeit und polizeilichen sowie steuerlichen Befugnissen gegründet wurde, die es ihr ermöglicht, nicht nur Fälle zu untersuchen, sondern auch Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen zu erheben.
Die NVVH hat die Mission, das Schicksal von Staatsvermögenswerten von 2010 bis zum Abgang von Orbán zu untersuchen, und ihre Arbeit wird der Kontrolle des ungarischen Parlaments unterliegen, trotz der nötigen Autonomie, um ohne direkte politische Einmischung zu handeln.
Die Beträge, die in diesem vermuteten Korruptionsnetzwerk involviert sind, erreichen große Dimensionen, mit Schätzungen, die bei 60.000 Millionen Euro beginnen. Magyar hat jedoch angedeutet, dass dieser Betrag sogar dreimal höher sein könnte, was die Rekrutierung von Vermögenswerten zu einer der kolossalsten und entscheidendsten Herausforderungen für die neue Verwaltung macht.
Der Erfolg dieser Mission wird nicht nur die Rückkehr lebenswichtiger Mittel für die Staatskassen bestimmen, sondern könnte auch maßgeblich die politische Zukunft des aktuellen Ministerpräsidenten und seiner Partei Tisza beeinflussen, indem er sein Image als Regierung, die mit der Vergangenheit bricht, festigt oder, im Gegenteil, zu Erschöpfung führt, falls die Versprechen von Gerechtigkeit nicht erfüllt werden.
Die Leitung der neuen Behörde liegt in den Händen der 46-jährigen Politologin Anna Unger, die vom Parlament Ende August nach einem strengen Auswahlprozess mit nahezu hundert Kandidaten gewählt wurde. In ihrer Anhörung beschrieb Unger die Ära Orbáns als etwas, das über traditionelle Korruption hinausgeht, und nannte es ein praktisch feudales System. Laut ihr wird die Arbeit der NVVH nicht nur darin bestehen, Vermögenswerte zurückzuerobern, sondern auch die Architektur dieses Machtgefüges zu untersuchen und offenzulegen, um sicherzustellen, dass sich ein solches System in Zukunft nicht wiederholen kann.
Das Szenario, dem sich diese neue Behörde gegenübersieht, ist durch tiefgreifende soziale Kontraste geprägt. Während Mitglieder der Orbán-Familie, Führer seiner Partei und nahe Unternehmer ostentativ mit privaten Jets, Yachten und millionenschweren öffentlichen Aufträgen prahlen, leidet ein erheblicher Teil der ungarischen Bevölkerung unter Armut, maroder Infrastruktur und kritischen Mängeln in Schulen und Krankenhäusern.
Beweise für die Finanzierung von Orbán an die von Kast geleitete Organisation
Es sei daran erinnert, dass die Rechercheeinheit von El Mostrador im vergangenen Mai Zugang zu einer Reihe offizieller Dokumente erlangte, die die Beiträge der Regierung von Viktor Orbán zur PNfV während der Führung von Kast belegen.
Nach diesen Aufzeichnungen überwies Ungarn zwischen 2020 und 2024 405 Millionen Forint (1.341.328 Dollar) an die Organisation, wobei der Großteil der Mittel (1.176.523 Dollar) im Jahr 2022, genau als Kast die Präsidentschaft übernahm, einging.
Parallel dazu zeigte die ungarische Presse sowie Informationen, die im Magyar Közlöny (Amtsblatt von Ungarn, äquivalent zu dem offiziellen Tagebuch des Landes) veröffentlicht wurden, dass die Regierung Orbán der Organisation 2021 einen Zuschuss von 140.000 Euro zur Finanzierung ihres IV Transatlantischen Gipfels im Jahr 2022 erteilte. Darüber hinaus war die Organisation, als Kast bereits Präsident der PNfV war, Ausrichter der CPAC mit Finanzmitteln vom Zentrum für Grundrechte, einem Think Tank, das mit Orbáns Partei verbunden ist.
In Chile, obwohl das Gesetz 18.603 ausländische Finanzierung für politische Kampagnen verbietet, hat die Regierung von Kast keine Klarheit über die Verwendung der Mittel gegeben, als der Präsident die PNfV leitete, und in diesem Kontext hat eine Gruppe von Abgeordneten des Frente Amplio eine Sonderuntersuchungskommission (CEI) im Kongress beantragt, um mögliche finanzielle Verbindungen zwischen der Regierung von Kast und internationalen Organisationen zu klären, die mit dem ultrarechten ehemaligen ungarischen Ministerpräsidenten verbunden sind.
