In Chile wird die Rolle von Humor in politischen Diskursen neu bewertet, insbesondere in Hinblick auf das Programm "La Cofradía", das als Plattform für provokativen Humor dient, der in die politischen Strategien der extremen Rechten eingreifen könnte.
Constanza Lewin und Constanza Luer von der Supernova-Gruppe äußerten sich in einem Interview deutlich zu den Angriffen auf Frauenrechte, insbesondere bezüglich der Abtreibung, und stellten klar, dass diese nicht zur Diskussion stehen dürfen.
Die Confederación de Estudiantes de Chile (Confech) hat sich erstmals mit über 50 feministischen Organisationen zusammengeschlossen, um beim nationalen "Pañuelazo" am 31. Juli gegen die von der Ultrarechten propagierte anti-abort Agenda zu protestieren.
Ein Mann wurde in Rancagua zu 4 Jahren und 187 Tagen Gefängnis verurteilt, weil er intime Bilder ohne Zustimmung verbreitet und seine Ex-Partnerin mit Drohungen belästigt hat. Das Gericht verhängte zudem eine Geldstrafe und schloss ihn von politischen Rechten aus.
Der Gesetzentwurf, genannt „Hör auf dein Herz“, sieht vor, schwangere Frauen mit fötaler Inviabilität, Müttern oder vergewaltigten Mädchen zu zwingen, das Herz des Fötus zu hören, um einen Abort durchzuführen.
Es ist inakzeptabel, dass genau die Regierung von José Antonio Kast, die versprach, die Rechte von Minderheiten und allen Menschen zu schützen, heute stillschweigend die Schlüsselbestandteile ihrer Infrastruktur abbaut.
Die Überprüfung öffentlicher Äußerungen ist ein wichtiges Element in der politischen Debatte in Chile, besonders bei sensiblen Themen wie der Schwangerschaftsunterbrechung. Laut dem Medium Fast Check verbreitete Johannes Kaiser eine falsche Behauptung, um das kritisierte Projekt der Ultraderechten zu verteidigen.
Ximena Ossandón von der Renovación Nacional zieht ihre Unterstützung für ein umstrittenes Anti-Abtreibungsprojekt zurück und bezeichnet ihre Unterschrift als Fehler. Die Initiative fordert, dass Frauen die Herzschläge des Fötus hören müssen, bevor sie eine Abtreibung vornehmen dürfen.
Der Chilenische Ärzteverband (Colmed) warnt vor einer drakonischen Gesetzesinitiative, die Frauen zwingt, die Herzschläge eines Fötus vor einem Schwangerschaftsabbruch zu hören, und bezeichnet dies als potenzielle Reviktimisierung. Die Maßnahme wird als Zwang und Verstoß gegen individuelle Autonomie kritisiert.
Die Abgeordnete Constanza Schönhaut kündigte an, dass sie das Gesetzesprojekt "Hör auf dein Herz" der ultrarechten Gruppen stoppen wollen, das den Zugang zu legalen Abbrüchen als "Folter" bezeichnet – eine Initiative, die scharfe Kritik hervorgerufen hat.